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Münsterländische Tageszeitung und Oldenburgische Volkszeitung

Überleben

Uraufführung
Ein dokumentarisches Theaterprojekt von werkgruppe2 mit dem Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters.


„Das umstrittene Theaterstück ,Überleben, ist eine außer- ordentlich kluge Aufarbeitung der Patient*innenmorde in Delmenhorst und Oldenburg. [...] Aufregend ist das – und wohl mehr, als politisches Theater auch nur hoffen darf. Dass der fast zweistündige Balanceakt bei enormer Fallhöhe nicht ein einziges Mal auch nur ins Straucheln kommt, ist eine Sensation!“ (taz)

Gewählt ins virtuelle nachtkritik-Theatertreffen 2021 als eines der zehn besten Stücke!

Die Klinikmorde, die 2000 bis 2005 in den Krankenhäusern Oldenburg und Delmenhorst geschehen sind, übersteigen unsere Vorstellungskraft. Die Anzahl der Getöteten und der versuchten Tötungen ist zu hoch, der Zeitraum, in dem der Täter über viele Jahre scheinbar unbemerkt handelte, zu lang und das Vertrauen in das medizinische Versorgungssystem, dem auch wir jederzeit ausgeliefert sein können, wurde unmittelbar zerstört. Wie geht eine Stadt mit diesem Ereignis um, das jetzt Teil der eigenen Geschichte ist? Das Theaterprojekt sucht nach den offenen Fragen und nach den Leerstellen in den Erzählungen, die das Verstehen so schwierig machen. Denn von Lücken ist das gesamte Geschehen und seine Aufarbeitung geprägt. ,Überleben‘ sammelt und ordnet dieses Nicht-Wissen: die Leerstellen, die fahrlässigen Unterlassungen, die aufgestauten Emotionen, die unbeachteten Erinnerungen. So kann eine Auseinandersetzung entstehen, die im weitesten Sinne vom Überleben handelt.

Die Grundlage für die Inszenierung bilden Interviewtexte und O-Töne, die wortwörtlich von Schauspieler:innen wiedergegeben werden, dazu erklingen musikalische Neukompositionen für ein Bläser-Trio.

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    • 05.02.2022, 20:00 Uhr
  • Oldenburgisches Staatstheater
    Theaterwall 28
    26122 Oldenburg
  • Theater und Bühne
  • ab 13 Euro

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