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Münsterländische Tageszeitung und Oldenburgische Volkszeitung

Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvořák. Libretto von Jaroslav Kvapilin tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Menschengestalt anzunehmen, ist Rusalkas sehnlichster Wunsch, denn die Nixe hat sich in einen Prinzen verliebt, der in der Nähe ihres Sees jagte. Um ihm folgen zu können, ist ihr kein Opfer zu groß: So verlässt sie nicht nur ihr angestammtes Geisterreich, sondern muss der Hexe Ježibaba auch noch ihre Stimme verkaufen, um den Schritt in die Menschenwelt tun zu können. Dort allerdings ist ihr kein Glück beschieden.

War der Prinz zunächst fasziniert von der fremdartigen Magie der Nixe, so erliegt er schon bald der heißblütigen Erotik einer fremden Fürstin. Zutiefst verzweifelt will Rusalka ins Geisterreich zurückkehren, muss jedoch erkennen, dass sie auch dort längst eine Ausgestoßene ist. Unvereinbar stehen sich die Geister- und Menschenwelt in Dvořáks ‚Rusalka‘ gegenüber: Zwar entfaltet gerade der Widerspruch dieser beiden Welten einen ungeahnten Zauber, doch macht nicht zuletzt die erzwungene Sprachlosigkeit der Titelfigur jegliche Verständigung, geschweige denn ein Fußfassen der Figuren in der jeweils anderen Sphäre unmöglich.

Umso beredter jedoch ist Dvořáks Musik: In ihrer leidenschaftlichen Romantik zeichnet sie ein lebendiges Abbild der aufgewühlten Psyche der Nixe und verleiht ihr damit paradoxerweise die Art von Menschlichkeit, nach der sie sich so sehr sehnt. Für Regie und Ausstattung der Oper zeichnet Hinrich Horstkotte verantwortlich, der am Oldenburgischen Staatstheater bereits Verdis ‚Rigoletto‘ äußerst bildmächtig auf die Bühne brachte.

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    • 10.02.2022, 19:00 Uhr
    • 13.02.2022, 19:00 Uhr
    • 20.02.2022, 18:00 Uhr
    • 26.02.2022, 19:00 Uhr
  • Oldenburgisches Staatstheater
    Theaterwall 28
    26122 Oldenburg
  • Theater und Bühne

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